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Ulm: Telefonbetrüger erbeuten Geld

Symbolfoto: Jonas Augustin/Unsplash

Am Dienstag brachten Unbekannte in Ulm eine 62-Jährige um ihr Erspartes.

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Gegen 15.15 Uhr rief ein Mann bei einer 62-Jährigen in einem Ulmer Stadtteil an. Der angebliche Sohn sprach mit aufgelöster Stimme und erzählte der Angerufenen von einem Unfall. Dabei sei auch jemand ums Leben gekommen. Dann führte eine Polizistin das Telefonat weiter und erzählte der Frau, dass ihr Sohn nun ins Gefängnis müsste. Um dies für ihren Sohn abzuwenden, solle die 62-Jährige eine Kaution in fünfstelliger Höhe bezahlen, so die Unbekannte am Telefon. Auch ein angeblicher Staatsanwalt rief bei der Frau an und verunsicherte diese zusätzlich. Denn ihr Sohn hätte bereits einen Termin beim zuständigen Haftrichter. Schnell hob die 62-Jährige das Geld bei ihrer Bank ab. Die angebliche Polizistin lotste die Frau zur Geldübergabe in die Ulmer Innenstadt. Dort übergab sie aus dem Auto heraus einem ihr unbekannten Mann im Laufe des Nachmittages, in der Nähe des Amtsgerichtes, Bargeld. Der Abholer ging dann zu Fuß in unbekannte Richtung davon.

Erst später bemerkte die Angerufene, dass sie betrogen wurde. Sie hatte Kontakt zu ihrem richtigen Sohn aufgenommen.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf. Sie sucht nun den Mann, der das Geld entgegennahm. Dieser soll Anfang 40 und ca. 165 bis 170 cm groß sein. Er hat nach Auskunft der Frau eine normale Figur, trug einen schwarzen Vollbart und hatte eine schwarze Hornbrille auf. Er war mit einer dunkelblauen Daunenjacke mit Pelzbesatz und einer dunkelblauen Jeans bekleidet. Auf dem Kopf trug er eine blaue Schildmütze und hatte schwarze Schuhe an.

Bitte beachten Sie:

und Staatsanwaltschaft bittet bitten am Telefon nicht um Geld!

Telefonbetrüger sind derzeit wieder sehr aktiv (wir berichteten), und das auch manchmal mit Erfolg. Jedes Opfer ist eines zu viel. Deshalb warnt die regelmäßig vor den Betrügern.

pre> – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
– Legen Sie den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.
– Werden Sie immer misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder
persönlichen Daten.
– Wählen Sie selbst die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit.
Benutzen Sie hierfür nicht die Rückruftaste.
– Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
– Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach
Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten. Wer das Risiko
solcher Anrufe verringern will, der kann sich aus den
öffentlichen Verzeichnissen streichen lassen oder veranlassen,
dass der Vorname nur abgekürzt genannt wird.
– Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie
vertrauen.
– Geben Sie bitte diese Tipps in Ihrem Familien- und Freundeskreis
weiter.
Weitere Informationen zur Betrugsmasche “Falscher Polizeibeamter” finden Sie unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei/

Diese Meldung wurde automatisiert aus dem Presseportal importiert.

In der Meldung enthalten
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